Im diesjährigen Gottesdienst für Geistliche des Apostelbereichs Stuttgart wartete eine Premiere auf die Gottesdienstteilnehmerinnen und -teilnehmer: Erstmals sang zur Umrahmung des Gottesdienstes statt des bislang obligatorischen Männerchors ein gemischter Chor mit Frauen- und Männerstimmen.
Apostel Jürgen Loy predigte am Montag, 7. April 2025, in der Kirche in Fellbach über 1. Mose 24,56: „Haltet mich nicht auf, denn der HERR hat Gnade zu meiner Reise gegeben. Lasst mich, dass ich zu meinem Herrn ziehe.“
Zum Beginn lud der Apostel die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein, eine Auszeit von der Hektik des Alltags zu nehmen und sich in der Gegenwart Jesu zu stärken. Mit Bezug auf Markus 6,31 regte er an, „allein an eine einsame Stätte zu gehen und ein wenig zu ruhen“. Diese Einladung zur Ruhe solle helfen, die Herausforderungen des Lebens mit Gelassenheit und im Vertrauen auf Gottes Hilfe zu meistern.
Ein zentraler Aspekt seiner Predigt war die Geschichte von Elieser, dem Knecht Abrahams, der für Isaak eine Braut finden sollte. Elieser vertraute auf Gottes Führung und bat um ein Zeichen, um die richtige Entscheidung treffen zu können. Der Apostel hob hervor, wie wichtig es ist, Gottes Zeichen mit Bedacht zu betrachten. Elieser habe sich die Zeit genommen, abzuwarten, „bis er erkannt hätte, ob der Herr zu seiner Reise Gnade gegeben hätte oder nicht.“ Diese Haltung des Vertrauens und der Geduld sei auch für den Dienst in der Gemeinde entscheidend.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Verantwortung der Geistlichen im Dienst Christi. Der Apostel erinnerte daran, dass jede und jeder ordinierte Geistliche bei der Ordination ein Gelübde vor Gott und der Gemeinde abgelegt, den Segen Gottes empfangen und die Zusage erhalten habe, dass Engel Gottes mit uns sind. Er verwies auf die Aussage des Apostels Paulus: „Nicht, dass wir Herren wären über euren Glauben, sondern wir sind Gehilfen eurer Freude; denn ihr steht im Glauben“ (2. Korinther 1,24). Der Apostel rief dazu auf, sich dieser Verantwortung bewusst zu sein und den Glauben der Gläubigen an Jesus Christus als etwas „Allerheiligstes“ zu respektieren und zu bewahren.
Ein weitere Predigtbeitrag kam von Bischof Matthias Grauer. Nach der Feier des Heiligen Abendmahls endete der Gottesdienst mit Gebet und Segen – und einem Lied des erstmals im Gottesdienst für Geistliche zu hörenden gemischten Chores.