„Musik macht den Dialog zwischen den Religionen hör- und erlebbar.“ Mit diesen Worten begrüßte der evangelische Stadtdekan Sören Schwesig die Zuhörerinnen und Zuhörer im Hospitalhof in Stuttgart. Susanne Jakubowski, Vorsitzende des Rats der Religionen in Stuttgart, verdeutlichte, wie wichtig es sei, dass in diesen Zeiten Menschen zusammenhalten.
Die Suche nach verbindenden Elementen unter den 21 Religionsgemeinschaften im Rat der Religionen sei der Weg zum Ziel. Frau Jakubowski freute sich, dass für das Experiment als musikalischer Leiter Alon Wallach mit dem interreligiösen Musikensemble TRIMUM gewonnen werden konnte.
In drei Konzerten stellten sich neun Religionsgemeinschaften in drei Konzerten zuvor gegenseitig vor. Christen, Aleviten, Juden und Mitgliedern der Bahá’í-Gemeinde waren beteiligt. Auch im Abschlusskonzert an diesem Abend haben neuapostolische Christen mitgewirkt. Es kamen von allen Beteiligten der Gemeinden Stücke zum Thema Begegnung, Konflikt und Frieden sowie Bewahrung der Schöpfung zu Gehör. Es wurde solistisch, im Chor, begleitet von Gitarre, am Flügel oder durch die alevitische Combo musiziert. Zwischendurch wurde das Publikum in das Singen von Kanons beispielweise „Vergiss die Gastfreundschaft nicht“ eingezogen. Ein Lied aus der Bahá’í-Gemeinde „Ich wünsche, dass ihr glücklich seid“ war zu hören und vierstimmig erklang „Meine Zeit in deinen Händen“ aus den christlichen Gemeinden.
Im interreligiösen Gebet trugen Mitglieder aus den verschiedenen Religionsgemeinschaften Gebete und Fürbitten vor. Dazwischen erklang gemeinsam von allen Anwesenden der Kehrvers „wir beten gemeinsam für Frieden“.
Mit einem gemeinsamen „Shalom“ klang die beeindruckende Veranstaltung aus. (MS)
Interview mit Apostel Jürgen Loy und Chorleiter Frederik Buß zum Projekt.